0:1 - Batarilo-Cerdic sorgt für schmerzhafte Niederlage


Foto: Maik Matheus

 

(dk) Nach vier Spielen ohne Niederlage musste das Team von Farat Toku am Samstagnachmittag eine Niederlage hinnehmen. Vor der enttäuschenden Kulisse von 423 Zuschauern in der heimischen Lohrheide unterlag die SG 09 dem SC Wiedenbrück unglücklich mit 0:1 (0:0), obwohl sie über weite Strecken spielbestimmend war.

 

Der zur Pause eingewechselte Stipe Batarilo-Cerdic erzielte in der 68. Spielminute mit einem Schuss aus 18 Metern das Tor des Tages und sorgte bei den 09ern für Katerstimmung.

 

Die Nullneuner begannen das Spiel nach dem Sieg beim FC Wegberg-Beeck sehr selbstbewusst und drückten den Wiedenbrückern ihr Spiel auf. Bereits in der 3. Spielminute nahm Jonas Erwig-Drüppel eine Flanke von Kapitän Nico Buckmaier volley, doch sein Schuss ging über das Tor. Auf der Gegenseite prüfte Aygün Yildirim Edin Sancaktar mit einem Flachschuss, doch der 09-Keeper reagierte glänzend. (7.)

 

Nach diesem munteren Beginn verflachte die Partie nach und nach. Die 09er bestimmten weiter das Spielgeschehen und Jo Boyamba verpasste eine Hereingabe von Manuel Glowacz nur knapp. (30.) In der 40. Minute hatten die wenigen 09-Anhänger bereits den Torschrei auf den Lippen, doch ein Freistoß von Manuel Glowacz klatschte an den Pfosten. So ging es glücklich für die Gäste torlos in die Kabine.

 

In der zweiten Hälfte passierte eine knappe Viertelstunde nicht viel vor beiden Toren, ehe Adrian Schneider einen weiten Einwurf von Jeffrey Obst per Kopf auf Jonas Erwig-Drüppel verlängerte, doch "Jonny" war etwas zu überrascht und konnte die Kugel nicht im Tor der Gäste unterbringen. (58.) Drei Minuten später schlenzte Büyüksakarya den Ball aus 20 Metern knapp am Tor von Edin Sancaktar vorbei. (61.) 

 

In der 68. Minute dann die kalte Dusche für 09: ein Konter des SC Wiedenbrück wurde nicht durch ein taktisches Foul unterbunden, Stipe Batarilo-Cerdic kam an den Ball und überwand Edin Sancaktar mit einem platzierten Schuss aus 18 Metern zum 0:1.

 

Natürlich drückte die Mannschaft von Farat Toku auf den Ausgleich und Jonas Erwig-Drüppel hatte in der 77. Minute per Kopf die größte Möglichkeit, doch nach Flanke von Manuel Glowacz bekam er nicht genügend Druck auf den Ball und konnte so SCW-Keeper Hölscher nicht überwinden.

 

Die ausgebufften Wiedenbrücker brachten den glücklichen Sieg clever über die Runden und sorgten somit für enttäuschte Gesichter bei den Nullneunern. Diese Niederlage gilt es schnell abzuhaken, denn bereits am nächsten Samstag kommt Westfalia Rhynern in die Lohrheide und gegen das Tabellenschlusslicht sollen die drei Punkte in Wattenscheid bleiben.

 

Mannschaftsaufstellung: Sancaktar; Obst, Jakubowski, Schneider, Langer; Tietz (88. Tumbul); Glowacz, Buckmaier (81. Bingöl), Canbulut (75. Kim), Erwig-Drüppel; Boyamba

 

Tor:

0:1 Stipe Batarilo-Cerdic (68.)

 

Schiedsrichter:

 

Zuschauer: 423

 

Kommentar von Farat Toku: "Wenn man 1:0 auswärts gewinnt, dann hat man es irgendwie auch verdient, weil man ein Tor mehr als der Gegner gemacht hat. Sicherlich war es glücklich für Wiedenbrück, aber so ist der Fußball. Wir waren von Anfang an gut im Spiel und hatten das starke Umschaltspiel des SC sehr gut im Griff gehabt. Schade, dass uns erneut die Konsequenz und die Kaltschnäuzigkeit vor dem Tor gefehlt hat. In der 2. Halbzeit waren wir nicht mehr so zwingend und dann musst du zumindest mit einem 0:0 vom Feld gehen. Meine Mannschaft hat wieder sehr viel Aufwand betrieben und konnte leider keinen Ertrag dafür ernten, doch wir werden kommende Woche weiter hart arbeiten, um nächsten Samstag drei Punkte gegen Rhynern holen zu können."

 

Kommentar von Björn Mehnert: "Es war kein gutes Regionalligaspiel und für uns ein glücklicher Sieg, weil wir insbesondere in der 1. Halbzeit deutlich unterlegen waren. In der zweiten Halbzeit waren wir enger in den Zweikämpfen und wir wussten, dass uns Räume geboten werden, je länger es 0:0 steht. Es war ein typisches 0:0-Spiel, bei dem wir glücklich mit einem Sieg nach Hause fahren. Ich ziehe aus der Ferne den Hut vor Farat, dass er es immer wieder schafft, eine starke Truppe zu stellen, die eine hervorragende Einstellung hat und Fußballspielen will und kann."